Stadt FüssenBürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) und sein Stellvertreter Christian Schneider (Füssen-Land) wollen den Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Weißensee und Füssen erreichen.
Große Lücke im Radwegenetz schließen
Die Stadt Füssen will sichere Verbindung nach Weißensee erreichen. Erste Gespräche mit Landratsamt und dem Staatlichen Bauamt in Kempten wurden bereits geführt.
Er steht schon lange auf der Wunschliste vieler Radfahrer: Ein Radweg, der möglichst direkt von Füssen nach Weißensee führt. Jetzt wollen Bürgermeister Maximilian Eichstetter und sein Stellvertreter Christian Schneider das Projekt anschieben. Sie fordern „den vollständigen Lückenschluss des straßenbegleitenden Radwegs entlang der Staatsstraße 2521 Pfrontener Straße“, teilt die Stadtverwaltung mit. Erste Gespräche darüber hat die Stadt Füssen mit dem Landratsamt Ostallgäu und dem Staatlichen Bauamt geführt.
Wer von Füssen nach Weißensee radeln will, kann den nicht ausgebauten Weg nehmen, der über den Grenztunnel führt, und danach auf dem Rundweg am See weiterradeln, den er sich ab dem Frühjahr mit vielen Fußgängern teilen muss. Oder er radelt auf der stark befahrenen Staatsstraße – mit allen Risiken.
Ziel der Füssener Initiative ist es deshalb, eine durchgängige, sichere Radverkehrsverbindung zu schaffen. Der erste, rund 2,2 Kilometer lange Abschnitt betreffe die Staatsstraße vom Strandbad Weißensee bis zur Autobahnbrücke. Er „stellt derzeit eine der bedeutendsten Lücken im Radwegenetz der Stadt Füssen dar“, heißt es in der Pressemitteilung. Gerade im Sommer werde die Strecke von tausenden Radlern täglich genutzt: „Ohne durchgängigen Radweg müssen Radfahrende hier auf die stark befahrene Staatsstraße ausweichen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.“ Ein zweiter Lückenschluss sei im Bereich Roßmoos erforderlich. Dort fehlt auf einer Länge von rund 375 Metern eine sichere Radverkehrsführung.
Die Staatsstraße liegt in der Baulast des Freistaats Bayern beziehungsweise des Landkreises Ostallgäu. Der Radwegebau könne daher nicht durch die Stadt Füssen umgesetzt werden, sondern müsse ein Projekt des Staatlichen Bauamts in Kempten sein.
Deshalb hat die Kommune bereits erste Gespräche mit Landratsamt und Staatlichem Bauamt geführt. Dabei wurde die verkehrliche Bedeutung eines solchen Radwegs grundsätzlich bestätigt. Nun folgen weitere Termine: Etwa mit der Unteren Naturschutzbehörde, um naturschutzfachliche Belange frühzeitig einzubinden. Und Gespräche im bayerischen Verkehrsministerium zur Klärung der Förderkulisse und der weiteren Umsetzungsschritte.
Eichstetter betont, dass es sich um ein zentrales Infrastrukturprojekt für Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität handelt.
Schneider unterstreicht, dass insbesondere für Familien, Alltagsradler und Gäste eine sichere und durchgängige Radverbindung zwingend notwendig ist.
Daher will die Stadt den Prozess weiter aktiv begleiten und sich auf allen Ebenen für eine zeitnahe Realisierung der beiden Lückenschlüsse einsetzen.
